Meyer Werft fördert berufliche Orientierung

Ems-Zeitung, 8. März 2017

Schiffbauer unterzeichnet Verträge mit sechs Schulen – 450 Jugendliche bei „Abend der Ausbildung“

Meyer Werft schließt Kooperation mit Schulen
Ein Auszubildender der Meyer Werft zeigt den interessierten Schülern und Eltern das Schweißen.

Fotos: Lea Becker

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Die Meyer Werft hat eine Kooperationsvereinbarung mit sechs Schulen aus der Region geschlossen, um die berufliche Orientierung der Jugendlichen zu fördern. Beim Abend der Ausbildung informierten sich rund 450 Schüler über die Berufsmöglichkeiten bei der Werft.

Von Lea Becker
PAPENBURG
. „Wir wollen junge Leute für den Schiffsbau begeistern“, sagte Tim Meyer von der Geschäftsführung der Meyer Werft. Die bisherige Zusammenarbeit mit den Schulen soll intensiviert werden. Die Meyer Werft möchte den Schülern unter anderem durch Besichtigungen und Praktika einen tieferen Einblick in den Arbeitsalltag ermöglichen. „Wir heben die Zusammenarbeit auf eine neue Ebene, indem wir enger und früher zusammenarbeiten“, ergänzte Ausbildungsleiter Erwin Siemens. Die Attraktivität der Berufe soll präsentiert und gestärkt werden. „Die Ausbildung muss mit Leben gefüllt werden“, so Siemens.

Neugier wecken

Die Meyer Werft schloss mit der Heinrich-Middendorf-Oberschule (HMO) Aschendorf, der Heinrich-von-Kleist-Oberschule Papenburg, der Michaelschule Papenburg sowie den Oberschulen Weener und Bunde und der Carl-Goerdeler-Schule Jemgum die neue Vereinbarung. Weitere Schulen sollen folgen.

„Wir wollen bei unseren Schülern die Neugier wecken und sie heiß auf diese Berufe machen“, sagte Marita Niehoff, Schulleiterin an der Heinrich-von-Kleist-Oberschule. „Sie sollen sehen, dass sie ein Teil der Meyer Werft werden können.“ Ihr Kollege von der Michaelschule, Thomas Springub, freut sich ebenfalls auf die Kooperation. „Damit öffnen wir unseren Schülern eine Tür zur Wirtschaft.“ Auch an der HMO soll es eine gezielte Vorbereitung auf die Berufe bei der Werft geben. „Wir wollen unsere Schüler empfindsamer dafür machen, was die Meyer Werft ihnen bietet“, sagte Christian Hoffmann, Fachleiter an der HMO.

Einen ersten Einblick in die Arbeitswelt des Schiffbauers bekamen die Verantwortlichen der sechs Schulen und rund 450 Jugendliche beim Abend der Ausbildung. Einmal im Jahr präsentierten die Lehrlinge dort ihren möglichen Nachfolgern die Berufe. „Mit diesem Abend wissen die Schüler, was auf sie zukommt“, erklärte Günter Geerdes von der Meyer Werft, der dort Ansprechpartner für die Schulen ist. Mit der Industrie 4.0 hätten sich die Anforderungen stark verändert. Es gehe immer mehr ins Digitale.

Vom Konstruktions- oder Industriemechaniker über Schweißer bis zu den technischen Produktentwicklern und Mechatronikern bekamen die Schüler Eindrücke in die Berufswelt der Meyer Werft. „Die Ausbildung hier macht viel Spaß, denn die Arbeit ist sehr vielfältig“, sagt Paul Heidt, angehender Schweißer. Auch Jasmin Markus ist mit ihrer Jobwahl zufrieden. „Es ist eine geile Ausbildung, wir haben viele Möglichkeiten und das Arbeitsklima ist super“, erzählte die Mechatronik-Auszubildende.

Besonders beliebt bei den Schülern, Eltern und Lehrern war der neue Schweißsimulator. „Es ist sehr interessant, und schwieriger, als man denkt“, war Sonka Kretzmer, Fachleiterin an der Oberschule Bunde, begeistert. Das Gerät soll auch im Rahmen des neuen Kooperationsvertrages in den Schulen zum Einsatz kommen.


Originalseite der EZMeyer Werft fördert berufliche Orientierung
Ems-Zeitung vom 08.03.2017


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