Schüler spenden 5600 Euro

Ems-Zeitung, 23. Dezember 2016

Projekt an der Michaelschule bringt Geld für guten Zweck

2016 - Schüler spenden 5600 Euro
Den symbolischen Scheck überreichten die Schüler der Michaelschule an die Vertreter
der Nyeri Kinderhilfe und der Hospizbewegung

Foto: Jennifer Kemker.

Durch ihren freiwilligen Arbeitseinsatz am „Tag des Aufatmens“ an der Michaelschule in Papenburg haben die Neuntklässler insgesamt 5612,95 Euro gesammelt. Das Geld kommt der Nyeri Kinderhilfe und der Papenburger Hospizbewegung zugute.

Von Jennifer Kemker

Papenburg. Am 25. Oktober gingen die Schüler entweder in Betriebe, Organisationen oder Vereine und boten für einen Tag ihre Hilfe an. Aber auch bei der alltäglichen Hausarbeit in der Familie, bei Verwandten oder Nachbarn sprangen die Jungen und Mädchen ein. Für ihre Arbeit sollten sie dann nach Angaben von Lehrerin Sonja Keimer eine kleine Spende erhalten.

Das Bistum Osnabrück hat laut Schulleiter Thomas Springub das Jahr 2016 als Jahr des Aufatmens ausgerufen. „Auch wir an der Schule wollten das Thema aufgreifen und einen sozialen Tag organisieren“, so Springub. Am „Tag des Atemholens“ hatten die Schüler nach seinen Worten die Möglichkeit, sich vom üblichen Schulalltag abzulenken und in andere Bereiche, Berufe und Beschäftigungen hineinzuschnuppern.

Ein Jahr lang nehmen die Schüler der neunten Klassen an dem Sozialen Seminar der Michaelschule (Leitung Frau Keimer) teil und arbeiten an sozialpädagogischen Themen und Projekten mit.

Der „Day of Mercy“ war eines der Projekte, die umgesetzt wurden. Insgesamt rund 20 Schulen aus dem Bistum Osnabrück würden das Soziale Seminar bereits anbieten.

Ihren Teil der Spende setzt die Hospizbewegung in Papenburg nach den Worten von Vorsitzenden Wilhelm Pohlen für die Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer ein, die sich auf das Thema Kommunikation und Umgang mit den Sterbenden und Angehörigen spezialisiert. Knapp 40 ehrenamtliche Mitarbeiter sind bei der Hospizbewegung tätig. „Auch auf die Angehörigen müssen die Helfer besonders eingehen können“, sagte der Vorsitzende.

Seit rund zwölf Jahren engagieren sich Nikolaus und Susanne Nordmann im afrikanischen Nyeri, indem sie notleidenden Kindern im Kinderheim ein Zuhause geben. Mehr als 40 Mädchen und Jungen leben mittlerweile in dem Kinderheim, dass Nikolaus und Susanne einmal im Jahr wieder besuchen. Im vergangenen Jahr wurden die bestehenden Gebäude renoviert und sogar erweitert, um noch mehr Kinder aufzunehmen. Durch die Nyeri Kinderhilfe wird den Kindern ermöglicht, regelmäßig zur Schule zu gehen und ein besseres Leben zu führen. „Die Spende fließt direkt in die Schulgelder der Kinder, um ihre Ausbildung zu gewährleisten“, sagte Nikolaus Nordmann. Dennoch sei der Verein ständig auf der Suche nach freiwilligen Paten.

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Ems-Zeitung vom 23.12.2016

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