Schülern den Übergang erleichtern

Ems-Zeitung, 8. Dezember 2016

Oberschule Michaelschule und BBS Papenburg gehen Kooperationsprojekt ein

Michaelschule und BBS kooperieren in Papenburg
Über das Kooperationsprojekt
tauschten sich (von links) Norbert Schmitz, Rainer Eggert, Andree Schwennen,
Thomas Springub, Peter Peters, Horst Sellere, Alexander Willeke und Stephan Rier aus

Foto: Nina Brinkmann.

Um den Schülern den Übergang von der Oberschule zu den Berufsbildenden Schulen (BBS) zu erleichtern, haben die Michaelschule und die BBS Papenburg ein Kooperationsprojekt gestartet. Eine Woche lang haben Zehntklässler der Michaelschule dabei in den Alltag der BBS schnuppern können.

Von Nina Brinkmann

Papenburg. „Berufsorientierung ist wichtig und an unserer Schule ein großes Thema“, sagte der Rektor der Michaelschule, Thomas Springub. Durch das Kooperationsprojekt soll den Verantwortlichen zufolge ein direkter Austausch stattfinden. In der Projektwoche konnten die Oberschüler Einblicke in den BBS-Unterricht der 11. Klassen bekommen, insbesondere in die Kernfächer Mathematik, Englisch und Deutsch. Außerdem hatten sie die Möglichkeit, die Schüler der Jahrgangsstufe 13 zu interviewen und dadurch Informationen über den Schulalltag aus erster Hand zu bekommen.

Ein Hauptbestandteil war ein eigens von den Oberschülern entwickeltes Projekt. Die Teilnehmer konnten sich dabei zwischen den drei Bereichen Technik, Gesundheit/ Soziales und Wirtschaft entscheiden. Im Bereich Technik beschäftigten sich die Schüler zum Beispiel mit Automatisierung und Pneumatik. Die Schüler, die sich für Wirtschaft entschieden haben, beschäftigten sich mit Marketing für vegane Ernährung. Das Projekt im Bereich Gesundheit/Soziales entfiel auf das Thema „Rauchfrei“.

Unsicherheit nehmen

Andree Schwennen, Lehrer der Michaelschule und Projektkoordinator, ist vom Nutzen des Programms überzeugt: „Den Schülern wird die Unsicherheit genommen, wie es weitergeht nach der 10. Klasse.“ Springub fügte hinzu, dass sie dadurch „besser einordnen können, was an den BBS überhaupt von ihnen erwartet wird.“

Auch die Partner der BBS finden das Projekt sinnvoll. BBS-Lehrer Norbert Schmitz lobte besonders die gute Zusammenarbeit der beiden Bildungseinrichtungen, die bereits seit vier Jahren eine Arbeitsgemeinschaft haben. In dieser arbeiten Lehrer beider Schulen und tauschen sich aus. Einen Austausch gebe es auch zwischen den Fachkonferenzen der Kernfächer.

Die Kooperation, die den Arbeitstitel „MiGy“ trägt, soll als Pilotprojekt gesehen werden. Für BBS-Schulleiter Peter Peters steht dabei das „gegenseitige Verständnis“ im Vordergrund. Schmitz ergänzte, dass die BBS zwar nicht jede Oberschule einladen könne, eine Woche lang den Unterricht zu begleiten. Und doch könne es auch andere Zusammenarbeit mit weiteren Oberschulen geben. „Dieses Projekt kann als Beispiel dienen, wie so eine Kooperation aussehen könnte. Mit der Michaelschule besteht schon eine jahrelange Zusammenarbeit“, erklärte Schmitz.

Das Projekt soll auch in den kommenden Jahren weitergeführt werden. Im ersten Jahr waren alle Schüler der Qualifizierungs-Klassen der Michaelschule daran beteiligt. Schwennen erklärte: „Künftig soll es für alle inte-ressierten Schüler sein, die die entsprechenden Leistungen mitbringen.“



Originalseite der EZSchülern den Übergang erleichtern
Ems-Zeitung vom 08.12.2016


Projekt „MiGy" (Michaelschule-Gymnasium)Michaelschüler erkunden die Beruflichen Gymnasien
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