Papenburger Schüler für handwerkliche Berufe begeistert

Ems-Zeitung, 22. Juli 2015

Bei Projektarbeit der Generationenwerkstatt der Osnabrücker Ursachenstiftung Grundzüge kennengelernt

Papenburger Schüler für handwerkliche Berufe begeistert
Voller Stolz präsentieren die Schüler den neuen überdachten Fahrradständer.

Foto: Jürgen Eden

Von Jürgen Eden
Papenburg. Ruheständler und Berufstätige sollen gemeinsam junge Menschen für handwerkliche Berufe begeistern. Das war ein Ziel der Generationenwerkstatt von der Osnabrücker Ursachenstiftung. In Papenburg lernten Odaay Horiy, Lars Ole Tietjen, Florian Snippe und Jannes Rosema von der Michaelschule nicht nur die Grundzüge der Projektarbeit und handwerkliche Tätigkeiten kennen.

Sie übergaben während einer Feierstunde in der Schule einen neuen, überdachten Fahrradstand, mehrere Sitzgelegenheiten und farblich gestaltete Behälter für die Mülltrennung. Schulleiterin Margret Sandmann, der Projektbetreuer der Schule, Andreas Abraham, aber auch die Mitschüler zeigten sich begeistert.

Beim Unternehmer Wessel Hahn brauchten sie nicht lange um Mitwirkung werben. Er ist Lehrlingswart in der Metallinnung der Kreishandwerkerschaft und weiß um die Probleme der erfolgreichen Nachwuchsgewinnung. Während der Unterrichtszeiten wurden die Schüler viermal pro Woche in dem Handwerksbetrieb vorstellig, um Ideen umzusetzen. „Die Generationenwerkstatt bringt die Institutionen der Allgemeinbildenden- und Berufsbildenden Schulen sowie die Wirtschaft zusammen“, sagte Hahn.


Von der Idee fasziniert ist auch Sandmann. „Das ist mehr als nur ein Praktikum. Hier erhalten Schüler sehr tiefe Einblicke in die Berufe“, sagte sie. Abraham machte deutlich, dass die Berufsorientierung eine lange Tradition an der Schule habe und es eine Vielzahl an Kooperationspartnern verfüge. Nach lobenden Worten musste auch Hermann Schmitz, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aschendorf-Hümmling, nicht lange suchen: „Die Michaelschule ist bei der Berufsorientierung ganz weit vorne und ein guter und verlässlicher Kooperationspartner.“

Johannes Rahe, Vorstandsvorsitzender der Ursachenstiftung Osnabrück, sagte, dass bei den rund 20 Projekten bereits 80 junge Menschen mitgemacht hätten. Neben der Michaelschule seien auch die Oberschulen Dörpen und Rhede Projektpartner. „Wir unterscheiden uns von den Praktika“, sagte er. Denn bereits vor der Pubertät wolle man junge Menschen mit Auszubildenden für praktische Berufe begeistern. Für die Firmen steht nach seinen Worten jedoch nicht nur die Nachwuchsgewinnung, sondern auch die Imagebildung und der karitative Ansatz für die Gesellschaft im Mittelpunkt.



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