Papenburger Schüler gehen neue Wege

Ems-Zeitung, 27. März 2015

Firma Hahn nimmt an Projekt „GenerationenWerkstatt“ teil – Arbeiten im Handwerk

2015 - Papenburger Schüler gehen neue Wege
Die vier Schüler der Michael-Oberschule freuen sich schon auf ihr Projekt mit der
Firma Fertigungstechnik Hahn.

Foto: Kristina Müller
Papenburg. Das Projekt „GenerationenWerkstatt“ der Ursachenstiftung in Osnabrück nimmt mit der Firma Hahn in Papenburg als drittem Unternehmen im Kreis Aschendorf-Hümmling weiter seinen Lauf. Vier Schüler der Michael-Oberschule in Papenburg werden ab dem 15. April jeden Mittwochnachmittag zehn Wochen lang an einem eigenen Vorhaben arbeiten.

Den Schülern Lars Ole Tietjen, Jannes Rosema, Florian Snippe und Odaay Horiy steht eine umfangreiche Aufgabe bevor. Geplant sei, eine Überdachung für den Fahrradstand der Michaelschule mit einer Länge von 11,6 Metern zu errichten, wie Wilhelm Brink, ehemaliger Produktionsleiter der Firma Hahn, berichtete. Weiterhin würden Mülleimer für den Schulhof sowie Sitzgelegenheiten für den Bauwagen, der zuvor auf dem Landesgartenschau-Gelände gestanden hatte, produziert werden. Dabei könnten die Schüler bereits bei der Planung mitbestimmen. Brink ist seit 26 Jahren im Betrieb und wird den vier Jungen als sogenannter „Un-Ruheständler“ betreuend und anleitend zur Seite stehen.

Die Idee der „GenerationenWerkstatt“ bestehe darin, dass drei Generationen zusammenkommen und von einander profitieren, erklärte Renate Beineke, Koordinatorin und Botschafterin des Projekts. „Wir müssen den Schülern neue Wege zeigen, wie sie ihre Zukunft in einem Handwerk sehen können.“ Die „GenerationenWerk statt“ sei kein Praktikum im herkömmlichen Sinne, sondern ermögliche bereits frühzeitig, Erfahrungen über einen längeren Zeitraum hinweg zu sammeln. Das generationenübergreifende Miteinander sei die Grundlage für das Projekt und werde bereits bei der Firma Hahn gelebt, freute sich Beineke.

Die Firma Hahn sei ein Familienbetrieb, der aus zwei eigenständigen Unternehmen bestehe und von den drei Brüdern Wessel, Wolbert und Norbert Hahn geführt werde, erzählte Wessel Hahn. Auch sein Sohn Jens sei bereits eingebunden. Neben den 60 Mitarbeitern bei Maschinenbau Hahn und den 40 Angestellten bei Hahn Fertigungstechnik würden insgesamt 24 Auszubildende den Betrieb unterstützen. „Für die Zukunft brauchen wir junge, dynamische Menschen“, betonte Wessel Hahn zudem.

Die „GenerationenWerkstatt“ sei besonders für den 16-jährigen Odaay eine Chance, in ein deutsches mittelständisches Unternehmen hineinzuschnuppern, betonte Margret Sandmann, Schulleiterin der Michaelschule. Der Neuntklässler komme nämlich aus Syrien und lebe erst seit fünf Monaten in Deutschland.

Die „GenerationenWerk statt“ ist ein Projekt der Ursachenstiftung Osnabrück und Teil der bundesweiten Initiative „Männer für morgen“ des Neurobiologen Gerald Hüther. Ziel ist es, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den Nachwuchs zu fördern.



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