Auge in Auge mit dem Chef von morgen

Ems-Zeitung, 18. Juli 2014

Papenburger Michaelschule führt erstmals Tag der Bewerbung durch

2014 - Auge in Auge mit dem Chef von morgen
Auge in Auge saßen sich die Schüler Martin Schmitz und Aleyna Kaya und ihre möglichen künftigen
Chefs wie Heidi Lager und Dieter Abeln bei einem realen Bewerbungsgespräch gegenüber.

Foto: Hermann-Josef Tangen

Von Hermann-Josef Tangen
Papenburg. Als ein Pilotprojekt mit hervorragenden Erfolgsaussichten haben Lehrer der Papenburger Michaelschule und Kooperationspartner aus der Wirtschaft den erstmals durchgeführten Tag der Bewerbung an der Obenender Schule gewertet. 40 Schüler der beiden achten Klassen des Hauptschulzweiges erlebten an diesem Tag in Einzelgesprächen mit den Unternehmensvertretern eine reale Bewerbersituation.

Die Netzwerkarbeit Schule-Wirtschaft ist in der Michaelschule seit Jahren institutionell verankert und wird mit Blick auf die berufliche Zukunft der Schüler dauerhaft und verbindlich vorangetrieben. Dazu zählt auch eine effektive Vorbereitung auf einen Einstieg in das spätere Berufsleben, bei dem es gilt, Stärken der Schüler herauszufinden und ihnen bewusst zu machen, wie wichtig eine korrekte Bewerbung ist. So waren die jetzigen Bewerber bereits im Vorwege neben Praktika durch eine zielorientierte Hinführung auf diesen Tag vorbereitet worden.

Dazu zählten die im Unterricht durchgeführte Anleitung zur Erstellung von aussagekräftigen und kompletten Bewerbungsunterlagen und deren fristgerechtes Vorlegen, Einstellungstests in der Schule und das intensive Üben von fiktiven Dialogen kurz vor dem realen Bewerbungsgespräch. „Mit dem Tag der Bewerbung wollen wir den Schülern die Angst vor entsprechenden Verfahren nehmen, sie sollen ermutigt werden, sich gut gerüstet auf spätere Bewerbungen einzulassen“, sagt Fachlehrer Ludger Mählmann.
In den Bewerbungsgesprächen setzten sich Heidi Lager von der Oldenburgischen Landesbank, Dieter Abeln von KS Gleitlager, Torsten Tooren von der Bünting-Gruppe und Alfred Meijer von der Agentur für Arbeit in jeweils 15-minütigen Einzelgesprächen mit den Schülern zusammen. Die Schulabsolventen hatten sich zuvor für Berufe beworben, die ihren Neigungen und Fähigkeiten am nahesten kommen.

„Unsere Kooperation soll den Schülern zeigen, dass am Ende ihrer Schulzeit jemand auf sie wartet, der ihnen den Einstieg in das Berufsleben ermöglichen will“, so Tooren. Viele Betriebe hätten ein großes Interesse an Hauptschulabsolventen, die sich mit entsprechenden Leistungen und aussagekräftigen Unterlagen um einen Ausbildungsplatz bewerben. Die Chancen auf einen entsprechenden Vertrag stünden daher sehr gut, forderte er die Schüler dazu auf, auch über den Tag der Bewerbung hinaus die Initiative zu ergreifen.

Im Anschluss an die Vis-à-vis-Gespräche fand für Schüler und Lehrer eine Reflexion statt, die den Dialog zwischen Bewerber und Unternehmensvertreter, die Bewerbungsunterlagen und den Gesamteindruck berücksichtigten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse zeigen den Schülern ihre Stärken und Schwächen auf und dienen zudem einer weiteren Optimierung der künftigen berufsvorbereitenden Arbeit der Michaelschule. Fest steht bereits jetzt, dass die Eltern der Schüler im nächsten Schuljahr noch stärker als bisher in den Gesamtprozess eingebunden werden sollen.


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