Probleme mit Cyber-Mobbing nehmen zu

Ems-Zeitung, 30. November 2013

Bildungslandschaft Obenende setzt auf gemeinsame Prävention
Neue Partner – Angebot für Eltern

Probleme mit Cyber-Mobbing nehmen zu
Das Organisationsteam dankte Andrea Helmer vom Zentrum für Generationen (Mitte) mit Blumen.
Sie geht in den Mutterschutz.
 
Foto: S. Risius-Hartwig

Papenburg. Beleidigungen und Bloßstellungen in sozialen Netzwerken, sprachlich sexistische Entgleisungen schon bei den jüngeren Schülern, „verhaltensoriginelle" Kinder, verunsicherte Eltern – diese Probleme sind nicht neu, sie nehmen aber in besorgniserregender Weise zu. Die Bildungslandschaft Obenende schlägt Alarm.

Die Lehrer und Erzieher der Obenender Schulen und Bildungseinrichtungen berichteten der schulpsychologischen Dezernentin Caroline Zurfehr von ihren Beobachtungen. Diese bestätigte, dass sie Rückmeldungen über Cyber-Mobbing und Beleidigungen auf dem Schulhof auch aus den anderen  Bereichen des Emslandes bekomme. „Wir rennen einer Entwicklung hinterher, die wir nicht mehr einholen können“, beschrieb Wilhelm Kleinert, Rektor der Pestalozzischule, das Unbehagen der Lehrkräfte. Auch Vertreterinnen von Grundschulen und Kindergärten berichteten von emotional verkümmernden Kindern, respektlosem Umgangston und Zeitmangel bei den Eltern.

Um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, haben sich die Bildungseinrichtungen schon vor geraumer Zeit zusammengeschlossen und nun die zuständige Dezernentin um Zusammenarbeit gebeten. Coolness-AGs, Lehrerfortbildungen, vertikale Vernetzung der Erziehungsebenen und Präventionsarbeit bilden die Strategie der Bildungslandschaft. Der Zusammenschluss der Schulen und Kindergärten am Obenende mit der HÖB, dem Kinderschutzbund, der Johannesburg und der Kinder- und Jugendpsychiatrie möchte nun auch die Eltern ins Boot holen und hat daher das offene Elterncafé angeregt. Dort können Väter und Mütter Informationen austauschen, sich gegenseitig unterstützen und Kontakte knüpfen. Die nächsten Termine sind am 2. und 16. Dezember, ab 8.30 bis ca. 10.30 Uhr im Zentrum für Generationen (14-täglich).

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