„Ein Projekt, das Schule machen sollte“

Ems-Zeitung, 22. November 2013

Papenburger Michaelschule veranstaltet „Tag des Handwerks“

Ein Projekt, das Schule machen sollte
14 Betriebe stellten sich am „Tag des Handwerks“ an der Michaelschule vor und luden die angehenden
Absolventen zu einem Besuch in die Ausbildungsstätten ein.

Foto: Hermann-Josef Tangen

ta PAPENBURG. Eine gezielte Aktion im Kampf gegen den Fachkräftemangel und für eine Besetzung freier Lehrstellen im Handwerk haben die Papenburger Michaelschule und die Kreishandwerkerschaft mit ihrem „Tag des Handwerks“ gestartet.

60 Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschulklassen ließen sich von Inhabern, Mitarbeitern und Auszubildenden von 14 örtlichen Handwerksbetrieben über die verschiedenen Berufsbilder und die Unternehmen informieren und nahmen direkt im Anschluss an einer Besichtigung der Ausbildungsstätten vor Ort teil.

Die in dieser Form erstmals durchgeführte Kooperationsveranstaltung von Schule und Betrieben stellt eine exklusive Ausbildungsbörse mit Modellcharakter dar. Und das sollte im doppelten Sinne Schule machen, sagen übereinstimmend Schulleiterin Margret Sandmann und der für das Projekt verantwortliche Lehrer, Ludger Mählmann. „Die Michaelschule ist mit dieser auf einen überschaubaren Rahmen konzentrierten Aktion auf uns zugekommen“, lobt der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Hermann Schmitz, das Engagement der Obenender Einrichtung.

Gezielte Vorbereitung

Im Schulunterricht hatten sich die Schüler intensiv mit den wohnortnahen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk auseinandergesetzt. Unter Zugrundelegung ihrer persönlichen Interessen und Neigungen hatten sie sich zwecks tiefer gehender Information anschließend zielorientiert für fünf von zehn vorgestellten Ausbildungsberufen entschieden.
 
Auch von den Erziehungsberechtigten sei diese Aktion zur Berufswegplanung hervorragend aufgenommen worden, so die Schulleitung. Der Tag des Handwerks soll, wie es heißt, keine in sich abgeschlossene Veranstaltung sein. Dem Schnuppertag folgt eine Einladung der Betriebe zu einem Gespräch mit den Interessenten und ihren Eltern oder sonstigen Begleitern, ehe es im Schulunterricht zu einer abschließenden Besprechung kommt. Dieses Gesamtkonzept könne Mählmann zufolge dann tatsächlich zu einem für beide Seiten positiven Ergebnis führen.

„Die Kreishandwerkerschaft wird allen, die wirkliches Interesse haben, einen Ausbildungsplatz in einem der vorgestellten Berufe bereitstellen“, verspricht Schmitz. Auch wenn in diesem Rahmen nicht alle 60 Berufe darstellbar seien, biete das Handwerk eine Fülle von Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Positiv wertet Schmitz die in der Ems-Zeitung laufende gemeinsame Anzeigenkampagne mit den Innungen, in der sich Auszubildende zu Wort melden und die zu einer Imageverbesserung des Handwerks im Emsland beiträgt.



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Hermann Josef Tangen Autor Hemann Josef Tangen

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