Mehr Sicherheit im Internet

SonntagsReport, 6. Januar 2013

Trainer Jürgen Ermes: „Eltern müssen Kinder begleiten!“

Sicher im Netz
Gerne nahmen die Zuhörerinnen und Zuhörer die schriftlichen Informationen und Anregungen zum Thema
„Sicherheit im Internet an, die ihnen der Eltern-Medien-Trainer Jürgen Ermes (r.) anbot.
Foto: Mechthild Germann

Papenburg (meg) Computer und Internet spielen in der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen eine immer größere Rolle. Entsprechend drängen sich die Fragen auf: „Wie können Eltern ihren Kindern die notwendige Medienkompetenz vermitteln, so dass diese sich sicher im Internet vor Cybermobbing, Virenattacken, Abzocke- und Abofallen schützen können?“ Grund genug für die Bildungslandschaft Obenende den Eltern-Medien-Trainer Jürgen Ermes in die Aula der Oberschule Michaelschule einzuladen um Eltern, Lehrer und Erzieher zu informieren. Ermes appellierte kürzlich an die Eltern,am Anfang ihre Kinder nie alleine am PC zu lassen und Interesse zu zeigen. Sie müssen die Heranwachsenden begleiten und mit ihnen im Gespräch bleiben. Ermes betonte: „Sprecht mit den Kindernüber Werte, findet heraus, welche Seiten ihnen gefallen und lasst Euch von den Kindern die Technik zeigen.“ Zudem gab Ermes seinen Zuhörern Tipps für den Online-Chat mit auf den Weg. So sollten zum Beispiel niemals Telefonnummer, Adresse oder Nachname verraten werden „Petzen“ sei okay, wenn etwas komisch erscheine.

Schutzprogramme erforderlich


Für die Hard- und Software-Sicherheit seien aktuelle Virenschutzprogramme unerlässlich. Der „User“ solle darauf achten, nur benötigte Software zu installieren und das Betriebssystem regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen, erklärte der Medien-Trainer.

Eigene Daten schützen


Um sich vor Abzocke im Internet zu schützen sollte man Gewinnspiele meiden, Tests ablehnen und kostenlose Anbieter umgehen. „Niemals Formulare mit den eigenen Daten ausfüllen“, gab Ermes als Anregung. Außerdem könne man sich von der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen Informationen zukommen lassen. Aus dem Publikum kamen darüber hinaus die Hinweise, in Computershops könne man Browsereinstellungen vornehmen lassen und PC-Kenntnisse vermittelten VHS-Kurse. Fälle von Cybermobbing sollten umgehend der Polizei gemeldet werden. Diese habe Zugriff auf Programme, mit denen der Mobber ermittelt werde. Als Netztipp empfiehlt Ermes die Seite www.klicksafe.de
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IN KÜRZE

Die Arbeitsgemeinschaft „Bildungslandschaft Obenende“ wurde von Vertretern von Bildungseinrichtungen am Obenende gegründet. Ein Kooperationsvertrag wurde im Juli diesen Jahres unterschrieben. Die Arbeitsgemeinschaft will sich in enger Zusammenarbeit mit den Eltern für die Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen stark machen.


WATCH YOUR WEBEine Reihe weiterführender Infos finden sie auf unserer Seite zur Medienkompetenz.

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