Ein Blick hinter die Kulissen

Seit Schuljahresbeginn: Feuerwehr-AG an der Michaelschule

SonntagsReport, 04. Dezember 2011

Ein Blick hinter die KulissenDie Feuerwehr AG der Michaelschule unter der Leitung von Jürgen Meyer (4. von links)
hatte jüngst Besuch vom Rettungsdienst des Malteser Hilfsdienstes.
Foto: Mechthild Germann

Ein Blick hinter die KulissenPapenburg (meg) Die Jugend für die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr Obenende zu begeistern, das ist der Antrieb für Brandschutzerzieher Jürgen Meyer. Grund genug, an der Haupt- und Realschule Michaelschule eine Feuerwehr-AG am Obenende einzurichten. Mit dem Beginn des Schuljahres 2011/12b etreut der begeisterte Feuerwehrmann jeden Mittwoch Nachmittag 26 Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufen fünf bis acht im Feuerwehrgebäude am Bethlehemkanal.

„In erster Linie sollen die Heranwachsenden Freude haben und hinter die Kulissen der Feuerwehrarbeit blicken“, erklärt Meyer gegenüber dem SonntagsReport. Damit die Stunden abwechslungsreich bleiben, steht jeder Nachmittag unter einen anderen Thema: Mal simuliert Meyer mit den Kindern Einsätze auf dem Dach. Dabei werden im großen Feuerwehrhaus mit speziellen Seilen Schläuche und Werkzeuge hochgezogen. Auch Filme und Besuche bei Berufswehren stehen auf dem Programm. Die Gefahren beim Fettbrand oder dem Werfen von Spraydosen in eine offene Flamme werden anschaulich gemacht. Passend zur Jahreszeit wird Meyer die Gefahren von trockenen Tannenzweigen bei Kerzenlicht erörtern.
Unlängst lud er den Rettungsassistenten Jens Kötter vom Malteser Hilfsdienst ein und die Jugendlichen durften einen Rettungswagen von innen anschauen. Erstaunt waren sie, darin eine mobile Intensivstation zu sehen. Auf engstem Raum sind die medizinischen Versorgungsmittel sicher verstaut. Wie Kötter erklärte, müsse man am häufigsten für ältere Menschen mit Herzinfakten oder Schlaganfällen ausrücken. „Einsätze bei Unfällen
belaufen sich auf etwa zehn Prozent“, schätzt Kötter.

Für die Zukunft äußerte Brandschutzerzieher Jürgen Meyer: „Wenn wir in jedem Jahr aus der AG ein Mitglied für die freiwillige Feuerwehr Obenende gewinnen, haben wir unser Ziel erreicht.“

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