„Majestät wäre wohl voll der Freude“

150 Jahre Stadtrechte

Ems-Zeitung, 04.07.2011

150JahreStadtrechte
Zum Auftakt des Bürgerfestes begrüßte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft die Besucher
beim Museumsschiff „Therese“. Rechts Taufpatin Hannelore Sellere.

Foto: Klaus Dieckmann

Papenburg. „Wir dürfen zu Recht stolz sein auf unser Papenburg." Das rief Bürgermeister Jan Peter Bechtluft am Sonntag den Besuchern bei der Eröffnung des Bürgerfestes „150 Jahre Stadtrechte für Papenburg“ zu. Und mit Blick auf die Verleihung der Stadtrechte durch den damaligen König Georg V. von Hannover meinte Bechtluft, „Majestät wäre wohl voll der Freude, wenn sie sehen könnte, was aus der einstigen Fehnkolonie geworden ist."

Das Bürgerfest am Obenende bildete den zweiten Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten. Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Antonius-Kirche am Untenende war am 9. Januar – auf den Tag genau zur 150-jährigen Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte an Papenburg – des historischen Datums gedacht worden. „Wir feiern in diesem Jahr einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte unserer Stadt“, unterstrich Bürgermeister Bechtluft die Bedeutung der Stadtrechte für die ehemalige Fehnkolonie.

In seiner Rede hob Bechtluft auch auf die enge Verbundenheit der Stadt mit dem Schiffbau und der Seefahrt ab. Diese sei für die geschichtliche Entwicklung der Stadt ein wichtiges Element, das bis auf den heutigen Tag gegenwärtig sei. Bei allem Fortschritt hätten die Menschen in der Stadt sich aber auch ihre „solide Bodenständigkeit“ als Fundament des Erfolges stets bewahrt.

Bechtluft: „Wie die Erfolgsgeschichte unserer Stadt begann, sehen wir eindrucksvoll auf dem Gelände der Von-Velen-Anlage.“ Anerkennung zollte Bechtluft in diesem Zusammenhang dem Verein Papenbörger Hus für dessen ehrenamtliches Wirken um Pflege und Erhalt der Museumsanlage.
Mit der Taufe der neuen Spitzmutte „Therese“ gab der Obenender Heimatverein den Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum indessen einen besonderen Akzent. Vorsitzender Ludger Stukenborg unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Namensgeberin Theresia von Landsberg-Velen für die Entwicklung von Papenburg. Auf ihre Initiative hin wurde das aus dem Jahr 1638 stammende hölzerne Drostensiel im Jahr 1769 durch ein breiteres und aus Stein gebautes Sieltor ersetzt. Gleichzeitig habe Therese den Impuls zur Gründung einer Schiffergilde gegeben, die 1771 ins Leben gerufen wurde. Derweil taufte Hannelore Sellere die Spitzmutte mit einer Flasche „Papenburger Moorwasser“, die gleich im ersten Anlauf am Rumpf zerschellte.

In einem Grußwort bescheinigte Landrat Hermann Bröring der Stadt, Papenburg habe sich zu einem blühenden Gemeinwesen entwickelt. Gleichzeitig wünschte er der Stadt eine „gute Zukunft“.

Zum Bürgerfest hatten über 40 Vereine und Gruppen mit mehr als 500 Aktiven den Bereich zwischen Michaelschule und Papenbörger Hus in eine Festmeile mit musikalischen Darbietungen sowie unterhaltsamen Aktivitäten und Aktionen verwandelt.

AutoKlausDiekmannr: Klaus Dieckmann

 


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