Sandmann nimmt die Fäden auf

Der Wecker, 28. November 2010

Die Michaelschule in Papenburg hat seit Freitag offiziell eine neue Rektorin.

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Die Obenender Michaelschule kennt Margret Sandmann noch
aus ihrer Zeit als Leiterin der Orientierungsstufe. Zwölf Jahre
war sie in Lingen als Leiterin tätig. Nun kam sie zurück und
wurde Rektorin für über 900 Kinder.

Fotos: Jürgen Eden
PAPENBURG. Seit Freitag ist es offiziell: Margret Sandmann ist neue Rektorin der Michaelschule am Obeneende in Papenburg. Mit der Schule und den örtlichen Gegebenheiten ist sie bestens vertraut. Die Pädagogin hatte schon einmal eine Leitungsfunktion an der Schule inne: die der Orientierungsstufe (OS).

Symbolträchtig ging es bei der Einführung zu: Mit dem Faden in der Hand wollte sie zum Ausdruck bringen, dass sie vor 20 Jahren als Leiterin der Orientierungsstufe an der Michaelschule tätig war und diesen Faden nun wieder aufnimmt. Doch auch die Fäden ihres Vorgängers Ludger Stukenborg und ihres 80köpfigen Teams will sie aufnehmen und die frühzeitige Berufsorientierung weiter stärken. Dabei hat sie auch die schwächeren Schüler im Visier: Deren Talente möchte sie noch mehr fördern und sie an Ausbildungsberufe heranführen.
Sandmann ist sich im Klaren, dass der Fachkräftemangel angesichts des demografischen Wandels nicht mehr lange auf sich warten lässt. „Wir kennen Betriebe in Papenburg, die nicht so stark auf das Zeugnis achten, sondern den Schülern eine Chance geben. Es wäre schlimm, wenn die Leistungsschwachen immer die Hartz IV-Empfänger von morgen wären“, so Sandmann.

Aber auch Netzwerke will sie stärker verknüpfen: Die Kontakte zur benachbarten HÖB, dem Zentrum für Generationen, dem Von Velen Museum und zu den Berufsbildenden Schulen (BBS), wo es viele Anknüpfungspunkt für die eigene stark praxisbezogenen schulischen Berufsorientierung gibt.

Auch die Eltern will sie bei der Findung eines Berufes für die Kinder noch stärker einbeziehen. „Diese Entscheidungen fallen letztlich im Elternhaus. Aber leider haben viele interessante Handwerksberufe immer noch ein schlechtes Image“, so Sandmann. Große Herausforderungen sieht die Pädagogin aber auch in den vielen Bau- und Sanierungsmaßnahmen, die anstehen. Bereits in 2011 steht sie mit dem Kollegium vor der Aufgabe, eine Konzeption für die neuen naturwissenschaftlichen Räume zu erarbeiten. Mehrfach wies Sandmann auf die christliche Ausrichtung des Hauses hin. Es bestehe eine Verpflichtung zur Wertevermittlung, sagte sie. Im Rahmen des Ganztagsangebotes sollen Brücken zur Landjugend und zum Kolping gebaut werden.

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