Der Lotse geht von Bord

Schulleiter Ludger Stukenborg nach 33 Jahren feierlich verabschiedet

Ems-Zeitung, 22.06.2010

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Offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde Ludger Stukenborg (Mitte) vom
Schulrat des Trägers, Bistum Osnabrück, Michael Sommer (links) und Ulrich Borsch
von der Landesschulbehörde.

Foto: Tanja Plock

ploc Papenburg. "Der Lotse geht von Bord", prangte gestern in großen Lettern über der Papenburger Michaelschule. Die Metapher liegt nah: Der Leitspruch der Haupt- und Realschule lautet "God is myn Leidsman" und das offizielle Logo ist die Silhouette eines bunten Schiffes. Entsprechend maritim fiel der Spruch für Schulleiter Ludger Stukenborg aus, der gestern offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde. Seine Nachfolge tritt die gebürtige Papenburgerin Margret Sandmann an.

Familienmitglieder, Schüler, Kollegen, Vertreter der Verwaltung und Wegbegleiter waren gekommen, um Stukenborg nach 33-jähriger Tätigkeit gebührend zu verabschieden. Am Morgen hatten die Schüler ihn mit einer Kutsche vor seiner Haustür abgeholt und am Rand des Weges Spalier gestanden.

Sichtlich gerührt zeigte sich der 64-Jährige bei der anschließenden Feier in der Aula. Ulrich Borsch, Vertreter der Landesschulbehörde, würdigte den "guten Geist" an der Schule, ohne den eine "so gute pädagogische Arbeit nicht möglich ist". Der stellvertretende Schulleiter Horst Sellere lobte in seiner Rede pdf die positive Einstellung Stukenborgs:
"Du hast Dich nie als Kapitän eines schweren Lastkahns gesehen, sondern wolltest die Schüler mit auf eine Bildungsreise nehmen - wie auf einem Kreuzfahrtschiff."

Er dankte dem Schulleiter für sein weitsichtiges Denken, das sich beispielsweise durch das große Engagement im Bereich der Berufsorientierung niederschlage. "Lange bevor andere Schulen diesen Schwerpunkt setzten, hast Du das Thema in den Mittelpunkt gestellt", so Sellere. Um seine Visionen Wirklichkeit werden zu lassen, habe er zudem die Stärke bewiesen, zäh zu verhandeln und sich durchzusetzen.

Sellere würdigte auch, dass Stukenborg dem Kollegium immer Mut gemacht habe, "eine neue Aufgabe anzufassen, ohne gleich ein Ergebnis einzufordern." Dadurch seien erst die vielen Engagements wie der Schulgarten, die Kooperationen mit anderen Schulen, die Schulband und die Radiosendung möglich gewesen. "Ohne dieses Mutmachen hätten einige wohl nur ihr unterrichtliches Pflichtprogramm absolviert", so Sellere.

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