Suche nach Farben und Fundament


SonntagsReport, 06.09.2009

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Noch liegt das Wahrzeichen der Michaelschule in der Werkshalle. Werner
Wester (von links),
Juniorchef Jürgen Hüntelmann,  Hermann Völkering,
Wilfried Scheper (Ausbildungswerkstatt Meyer Werft)
und Ludger Stukenborg
hoffen, dass die  Schiffssilhouette nicht in Schieflage gerät.

Foto: Mechthild Germann

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Papenburg/Werpeloh (meg)
Die Einzelteile einer vier mal sechs Meter großen Schiffssilhouette, deren Segel in den Papenburger Farben Blau, Weiß, Rot erstrahlt liegen zur Zeit in der Werkshalle der Hüntelmann Maschinen-, Stahlbau und Oberflächentechnik GmbH und KoKG. Bis zu den Herbstferien soll das Wahrzeichen der Hauptund Realschule Michaelschule vor dem Gebäude in den Splittingkanal fest verankert werden.

Schüler der Michaelschule haben während des berufsorientierenden Lernens zusammen mit Lehrlingen der Meyer Werft die Silhouette aus Aluminium zugeschnitten und die erforderlichen Bohrungen vorgenommen. Schulleiter Ludger Stukenborg erzählt im Gespräch mit dem SonntagsReport, dass man vor ungeahnten Problemen gestanden habe, um die Papenburger Farben genau zu benennen, als Werner Wester, Betriebsleiterbei der Firma Hüntelmann, danach fragte. Ratlosigkeit machte sich beim Schulleiter breit, als Wester nach den entsprechenden „RAL-Farbton-Nummern“ fragte.
„Jede Farbe hat eine genaue Bezeichnung und eine Nummer“, klärt der Fachmann auf, denn Blau sei nicht gleich Blau, fügt er an. Auf Nachfrage bei der Stadt stellte man fest, dass bei diesem Thema auch im Rathaus Unwissenheit herrsche. Doch dank des Wahrzeichens der Bildungsstätte am Obenende wurden die Farben der Kanalstadt nun präzise bestimmt: das Azurblau trägt die Ziffer 5009, das Verkehrsrot ist jenes mit der 3020 und das Gelb ist das Verkehrsgelb mit Namen 1023.

Doch nicht nur Farben wurden im Verlauf dieses Projektes gesucht. Auch das fertiggestellte fünf Tonnen schwere Fundament ging zwischenzeitlich verloren. Die Meyer Werft fertigte eine Stahlwanne mit einem Gewicht von einer Tonne, die mit Beton verfüllt wurde, als tragendes Element des Wahrzeichens an. Doch
plötzlich sei das Fundament beim Bauunternehmer Kassens aufgetaucht. Man wisse allerdings nicht, wie es dorthin gekommen sei.

In den nächsten Wochen wird vor der Michaelschule das Wasser des Kanals abgelassen, um dann das Fundament mit Hilfe eines Krans hineinzusetzen. Laut Lehrer Hermann Völkering werde es ein wenig geruckelt und dann werde sich der Gigant nach etwa zwei Stunden gesetzt haben. Alles in allem schwingt die Hoffnung mit, dass das Wahrzeichen der Michaelschule standfest wird und nicht in Schieflage gerät.

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