Nach der Sonne richten

Team der Michaelschule tüftelt an seinem Solarboot

SonntagsReport, 17.05.2009

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Tobias Tangen, Wladi Boxhorn, Alexander Hillebrand, Mathes Rosema und Marvin
Werner tüfteln noch an ihrem Solarboot.ich überprüft.
Fotos: Harald Schirrmann

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Papenburg (hps) In drei Wochen kommt es beim Solarboot-Wettbewerb, den die Papenburger Meyer Werft veranstaltet, zur Entscheidung. Technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen tüfteln, basteln und schrauben zur Zeit noch an ihren Modellbooten, die einzig angetrieben von Solarzellen eine bestimmte Strecke im Hafenbecken vor der Werft zurücklegen sollen.Von allen 20 teilnehmenden Teams haben die Verantwortlichen bei der Meyer Werft positive Rückmeldungen zum jeweiligen Stand der Dinge bekommen. Laut Pressereferent GüntherKolbe werde viel ausprobiert und es seien tolle Ideen dabei.

Auch beim Team mit dem vielversprechenden Namen „Solar Speed“ an der Papenburger Michaelschule wird noch an einigen Details getüftelt – das Grundkonzept ist allerdings deutlich erkennbar. Man arbeitet an einem doppelrümpfigen Katamaran, der neben Antrieb und Steuerung alle sechs verfügbaren Solarpanele auf einem beweglichen Rahmen beherbergen soll. Zwei Motoren, die üblicherweise die Außenspiegel an einem PKW ausrichten, sollen dafür sorgen, dass die Solarzellen immer optimal zur Sonne ausgerichtet sind und somit die maximale Leistung liefern. Der Rumpf von „Solar Speed“ besteht aus „Styrofoam“, das sonst beim Hausbau als Isoliermaterial zum Einsatz kommt. Die Vorteile: das günstige Material ist sehr leicht, stabil und es bietet als Schwimmkörper im Wasser genügend Auftrieb, um das Gewicht der anderen Komponenten problemlos zu tragen. Ein Nachteil diese Werkstoffs tat sich allerdings im Laufe der Feinarbeiten auf.
Beim Lackieren wurde deutlich, dass das Material empfindlich auf die im Lack enthaltenen Lösungsmittel reagierte, sich verformte oder gar teilweise auflöste. „Das sind Tücken, die man nicht einplanen kann, weil sie sich erst im Prozess zeigen“, kommentiert Horst Hannover den kleinen Rückschlag. Insgesamt rund 100 Arbeitsstunden wurden bereits in das Projekt investiert, schätzt der Pädagoge und Teamleiter.

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Pfiffige Idee: zwei Motoren, die sonst in einem PKW
die Außenspiegel bewegen,
sorgen für die Ausrichtung der Solarzellen.


Ob die Papenburger mit ihrer Konstruktion Erfolg haben, zeigt sich am 7. Juni. Dann treten die 20 Teams mit ihren Booten im direkten Vergleich gegeneinander an.


Weitere Infos im Internet: www.meyerwerft.de

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Lehrer Horst Hannover hält als Teamleiter bei „Solar Speed“ die Fäden in der Hand.

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