Für die Mitarbeiter von morgen

Michaelschule besiegelt Zusammenarbeit mit Papenburger Berufsfachschulen

Ems-Zeitung, 01.10.2008

Michaelschule RunderTisch BerufsfachschulenPartner: Auf eine Zusammenarbeit einigten sich (sitzend, v. l.) Jürgen Kothe (Altenpflege),
Josef Wittrock (DRK), Michael Sommer (Schulstiftung), Hedwig Rode (Krankenpflege) sowie (stehend, v. l.),
 Volker Weihrauch (HEP), Ludger Stukenborg und Ludger Mählmann (beide Michaelschule ).

Foto: Gerd Schade

gs Papenburg. Die Michaelschule und drei Papenburger Berufsfachschulen machen ab sofort gemeinsame Sache. Am Montag unterzeichneten Vertreter der (Aus-) Bildungseinrichtungen Kooperationsvereinbarungen zur Berufsorientierung in der Alten-, Kranken- und Heilerziehungspflege.

An dem Projekt beteiligt sind die Berufsfachschule für Altenpflege, die Berufsfachschule für Kranken- und Kinderkrankenpflege sowie die Fachschule St. Raphael für Heilerziehungspflege (HEP). Mit im Boot sitzt außerdem das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Ziel der Zusammenarbeit ist es, Michaelschüler frühzeitig für soziale, pflegerische und erzieherische Berufe zu begeistern.

Zwar ist die Tinte unter den Schriftstücken noch frisch, dem Projekt selbst aber haben die Beteiligten bereits vor einiger Zeit Leben eingehaucht. Jürgen Kothe, Leiter der Altenpflegeschule, erinnerte daran, dass die Idee vor etwa zwei Jahren entstand. Seit diesem Sommer nun gibt es an der Michaelschule einen Wahlpflichtkurs (WPK) „Soziales, Pflege und Gesundheit“. Belegt haben ihn 15 Zehntklässler der Haupt- und Realschule.

Wie der 2. Konrektor der Schule, Ludger Mählmann, betonte, sieht das WPK-Konzept einen hohen Praxisanteil vor. „Dafür brauchen wir externe Hilfe“, sagte Mählmann. Praktika und/oder Pflegenachmittage sollen den Schülern Einblicke in die entsprechenden Berufsfelder ermöglichen. Komplettiert wird das schulische Angebot durch eine Ersthelfer-Ausbildung vom DRK.

Praktikanten sind die Mitarbeiter von morgen“, sagte Jürgen Kothe. Seine Schule wolle die Kooperation auf jeden Fall nutzen. „Wir müssen uns Gedanken machen. Ab 2011 werden die Bewerberzahlen drastisch zurückgehen“, betonte der Kothe vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung.
„Die Zusammenarbeit biete die Chance, die Schüler „frühzeitig abzuholen“, Berührungsängste im Umgang mit Alten, Kranken oder Behinderten abzubauen und ihnen einen „Beruf mit Zukunft“ schmackhaft zu machen. Kothe zufolge strebt die Altenpflegeschule ähnliche Formen der Zusammenarbeit mit dem Schulzentrum Kleiststraße sowie mit der Heinrich-Middendorf-Schule in Aschendorf an.

Der Leiter der Fachschule für Heilerziehungspflege, Volker Weihrauch, wies indes darauf hin, dass seine Schule weniger für den Bereich Pflege ausbilde, sondern in erster Linie Erzieher auf die Alltagsgestaltung von Behinderten vorbereite. „In diesen Alltag dürfen wir nicht zu viel Unruhe reinbringen“, betonte Weihrauch.

Alle Beteiligten werteten die offizielle Besiegelung der Zusammenarbeit als einen Erfolg. Michael Sommer von der Schulstiftung des Bistums Osnabrück, dem Träger der Michaelschule , sprach von einer „Win-win-Situation“. Sommer zollte Schulleiter Ludger Stukenborg und seinem Team Anerkennung für „einen mutigen Schritt“ und bezeichnete die Michaelschule als „konzeptionell top“ aufgestellt. Die Kooperationsvereinbarungen zur Berufsorientierung dienten keineswegs dem Polieren des eigenen Firmenschildes, sondern böten vielmehr lebenslange Berufsperspektiven.

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