Michaelschule ein Ausbildungs-Ass

Papenburger Schule gewinnt ersten Preis auf Bundesebene

Sonntags-Report, 15. Oktober 2006

Ausbildungs-Ass
Schulleiter Ludger Stukenborg (rechts, stehend) freut sich über den ersten Preis beim
bundesweiten Wettbewerb "Ausnildungs-Ass"

Foto: Mechthild Germann
Papenburg (meg)
“Wir sind unglaublich stolz, den ersten Preis im Wettbewerb “Ausbildungs-Ass” erzielt zu haben”, sagte jetzt Ludger Stukenborg, Schulleiter der Michaelschule.
Jährlich verleiht die Junge Deutsche Wirtschaft - ein freier Zusammenschluss von Wirtschaftsjunioren Deutschlands und den Junioren des Handwerks - vorbildlichen Ausbildungsbetrieben und - initiativen das “Ausbildungs-Ass”.

Die Wirtschaft erkennt die pädagogische Arbeit an

Carsten Röttgers, Bundesvorsitzender der Handwerksjunioren erzählte, in der Kategorie schulische Initiativen habe die Michaelschule einen herausragenden ersten Platz belegt. “Dafür erhält die Michaelschule ein Preisgeld von 2.500 Euro”, sagte er. Röttgers ergänzte, der besondere Einsatz dieser Schule zur Vorbereitung ihrer Schüler auf die Berufsausbildung und Berufsorientierung habe überzeugt. An die Lehrer richtete er: “Sie machen es richtig, weil Sie jungen Menschen einen tiefen Einblick in Handwerk und Industrie geben.”

Bereits seit vielen Jahren fällt die Michaelschule mit besonderen Ideen zur Förderung der Ausbildungsreife ihrer Schüler auf. An seine eigene Zeit als Lehrer dieser Schule erinnerte Bürgermeister Ulrich Nehe, bereits vor zwanzig Jahren arbeiteten Praxislehrer im AG-Bereich mit den Schülern berufsorientiert. Mit viel Einsatz haben die Pädagogen der Michaelschule die Berufsorientierung der Heranwachsenden immer im Blick -  sei es das Projekt “Hauptsache Hauptschule” mit den Langzeit - und Fachpraktika, oder “Der Tag des Berufes” mit der Praktikumsstellenbörse. Im Jahr 2005 bauten die Schüler im Zuge des Konzeptes “Vertiefte Berufsorientierung” ein Flachbodenschiff.
Michaelschüler können ihre Bewerbungen mit der Mappe “MeinAktivPass” bereichern. Darin enthalten sind alle positiven Aktivitäten, bei unterschiedlichen Kursen in musisch-kultureller Bildung, absolvierte Praktika und der freiwillige Einsatz in Arbeitsgemeinschaften. Selbst das internationale Austauschpraktikum hat berufsorientierenden Charakter.

In enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur werden die Michaelschüler regelmäßig in Einzel- oder Gruppengesprächen beraten, um ihnen aufgrund ihrer Stärken berufliche Orientierung zu bieten.

180 Betriebe zählen zu den Partnern der Schule

Jüngst hat die Michaelschule mit industriellen Unternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen, um die Berufsorientierung der Heranwachsenden in Form von gemeinsamen Projekten zu fördern. Mittlerweile arbeitet die Schule eng mit 180 Betrieben zusammen.

Mit viel Einsatz auch künftig berufsorientiert lehren

Das Preisgeld wird die Schule  für eine hydraulische Schlagschere zum Zuschneiden von Blechen einsetzen, um ihre Schüler weitere handwerkliche Fertigkeiten zu vermitteln. Es gilt nicht auf Erreichtes auszuruhen, sondern sich weiter anzustrengen um bei verschiedenen Wettbewerben vorn zu liegen. “In Zukunft wollen wir weitere Asse im Ärmel haben”, steckt Stukenborg die Marschrichtung ab.

Eine Seite zurück