Jungen Menschen helfen

Michaelschule und Industriebetriebe arbeiten zusammen

SonntagsReport, 1. Oktober 2006

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages
Der Kooperationsvertrag zwischen der Michaelschule und Industrieunternehmen aus der Region
ist unterzeichnet. Gastgeber Alexander Maschauer (5.v.l.) gratuliert Ludger Stukenborg (3.v.l.).
  Foto: Mechthild Germann


Papenburg (meg)
“Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Ausbildungsbetrieb soll dazu beitragen, die Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler in Form von gemeinsamen Projekten zu fördern”, so steht es im Kooperationsvertrag zwischen der Michaelschule und sechs Industrieben, der jetzt im Medienraum der KS Gleitlager GmbH unterzeichnet wurde. Die Firmen ADO  Gardinenwerke, KS Gleitlager, die Meyer-Werft, die Firma UPM-Nordland Papier, die Ausbildungswerkstatt der Bundeswehr in Weener und das Berufs- und Technologiezentrum (BTZ) Papenburg wollen gemeinsam jungen Menschen zu einer fundierten Berufsausbildung verhelfen. Die Industrie möchte ihnen das technologische Umfeld in Form von sinnvollen Angeboten erschließen.

Der Personalleiter der KS Gleitlager GmbH, Alexander Maschauer, brachte es im Hinblick auf den zu erwartenden Facharbeitermangel auf den Punkt: “Technologische Berufe haben durchaus ihren Reiz und wir benötigen gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter.” Schulleiter Ludger Stukenborg wünschte,  „durch die Kooperation sollen Verbindlichkeiten in Hinsicht gemeinsamer Berufsvorbereitung vereinbart werden“. In Gesprächen am runden Tisch möchte man von neuen Entwicklungen in den Berufen erfahren, um so die Inhalte in den berufsorientierten Wahlpflichtkursen anzupassen.
Gemeinsame Projekte sollen durchgeführt werden. Dazu gehört, dass Lehrlinge im Schulunterricht über ihren Ausbildungsalltag berichten und gleichzeitig zusammen mit den Schülern in den schuleigenen Werkstätten arbeiten.

Schulrat Michael Sommer, Bistum Osnabrück, erzählte, die Michaelschule habe bereits vor zwanzig Jahren im Hinblick auf die berufspraktische Vorbildung ihrer Schüler einen KFZ-Meister eingesetzt.
„Auch heute ist es niedersachsenweit einmalig, dass in dieser Schule ein gelernter Industriemeister als Fachpraxislehrer zum Kollegium zählt”, sagte der Schulrat. Somit erhalten die Schüler in den Wahlpflichtkursen eine sach- und fachgerechte Einweisung in berufsbezogene Inhalte und Arbeitsformen. Darüber hinaus gehören verschiedenste Praktika seit Jahren zum Unterrichtsalltag der Michaelschule. An die Industrie gerichtet sagte Uwe Schwietert von der Arbeitsagentur, die Michaelschule sei ein starker und verlässlicher Partner und habe die Zukunft ihrer Schüler im Auge.

Eine Seite zurück