Michaelschule Papenburg lässt 'Michaela' ins Wasser

Kooperation mit hiesigen Unternehmen, der Partnerschule aus Stadskanaal, der Bundeswehr und dem Arbeitsamt

Ems-Zeitung, 13. Oktober 2005

MichaelaMarti Norder-Meinds vollzog die Schiffstaufe: Die Leiterin der Partnerschule aus Stadskanaal
ließ eine Sektflasche am Rumpf der "Michaela" zerschellen.
Foto: Christian Belling

Eine Schiffstaufe, die anders verlief, als man es sonst gewohnt ist, haben gestern Schüler der Papenburger Michaelschule am Obenender Splittingkanal erlebt. Die Michaelschule hat gemeinsam mit der Partnerschule "Noorderpoort College" aus Stadskanaal, heimischen Unternehmen, der Bundeswehr und dem Arbeitsamt Papenburg die "Michaela" zu Wasser gelassen.

"Wir sind stolz, ein solches Projekt auf die Beine gestellt zu haben. Wir freuen uns, heute die Schiffstaufe vornehmen zu können", so der Leiter der Michaelschule , Ludger Stukenborg .

Den Anstoß für den Bau des Fahrgastschiffes gab Bischof Franz-Josef Bode, der Ende letzten Jahres die in kirchlicher Trägerschaft stehende Schule besucht hatte. Mit dem "Projekt Schiffbau" wurde das Ziel verfolgt, die Schüler ein Produkt unter realistischen Bedingungen erstellen zu lassen.

Seit Jahresbeginn machten sich Schüler aus den Wahlpflichtkursen Metall, Holz, Elektronik und kreatives Gestalten in Zusammenarbeit mit den Lehrlingswerkstätten der Meyer-Werft erfolgreich an die Arbeit, um das "Projekt Schiffbau" realisieren zu können.
"Die Schüler waren motiviert und mit großem Engagement bei der Sache", lobte Stukenborg die Arbeit der Jugendlichen. Die Schiffstaufe nahm die Leiterin des Noorderpoort College aus Stadskanaal, Marti Norder-Meinds, vor.

Unter großem Beifall der Schüler der Michaelschule wurde die "Michaela" nach der Taufe zu ihrer Jungfernfahrt zu Wasser gelassen. Die erste Fahrt verlief reibungslos und lässt auf weitere Wassertouren hoffen. Das Fahrgastschiff, welches etwa zwölf Personen Platz bietet, wird in Zukunft vom Touristikverein "Papenbörger Hus" für weitere Kanalfahrten verwendet.

Schulleiter Stukenborg erkundigte sich daraufhin bei Papenburgs Bürgermeister Ulrich Nehe, ob es in absehbarer Zeit zu realisieren sei, für die zahlreichen Touristen die Kanalbrücken anheben zu lassen. Zurzeit sind die Kanäle aufgrund der zu tiefen Brücken nicht durchgehend zu befahren. "Das ist zwar wünschenswert, aber nur schwer zu realisieren. Vielleicht sollte damit begonnen werden, U-Boote zu bauen, um die Papenburger Gewässer durchgehend befahren zu können", merkte Nehe augenzwinkernd an.

Von Christian Belling

Michaela
Die erste Fahrt der "Michaela": Nach der feierlichen Schiffstaufe unternahmen
Schüler von der Michaelschule die Probefahrt.
Foto: Christian Belling