Schulform Oberschule

Pädagogisch-didaktisches Konzept


Das pädagogisch-didaktische Konzept der Michaelschule setzt auf die Vereinigung eines integrativen Ansatzes mit individueller Leistungsförderung. Der Heterogenität unserer Schülerschaft begegnen wir neben der Binnendifferenzierung in jeglichem Unterricht mit folgenden Elementen:
 -Qualifizierungsklasse
 -fachleistungsdifferenzierter Unterricht
 -Differenzierung nach Neigung
 -individuelle Förderplanung
 -Sprachförderung
 -sonderpädagogische Unterstützung


Schulform Oberschule

Pädagogisch-didaktisches Konzept


Das pädagogisch-didaktische Konzept der Michaelschule setzt auf die Vereinigung eines integrativen Ansatzes mit individueller Leistungsförderung. Der Heterogenität unserer Schülerschaft begegnen wir neben der Binnendifferenzierung in jeglichem Unterricht mit folgenden Elementen:
 -Qualifizierungsklasse
 -fachleistungsdifferenzierter Unterricht
 -Differenzierung nach Neigung
 -individuelle Förderplanung
 -Sprachförderung
 -sonderpädagogische Unterstützung


1. Was sind Qualifizierungsklassen (und Jahrgangsklassen)?

Was ist eine Q-Klasse?
Die Q-Klasse der Michaelschule ist ein Angebot am Obenende für besonders leistungsorientierte Schüler*innen, die sich trotz guter Zensuren den Anforderungen des Gymnasiums noch nicht gewachsen fühlen. In jedem Jahrgang gibt es eine Q-Klasse. Sie ist eine Profilklasse bei der das „Q“ für Qualifizierung steht. Gemeint ist die Qualifizierung im Hinblick auf die gymnasiale Oberstufe, insbesondere des beruflichen Gymnasiums. Das Ziel der Profilklasse Q ist dementsprechend das Erreichen des erweiterten Sekundarabschlusses I.
Die Stundentafel der Profilklasse Q weist leichte Unterschiede zu der der anderen Klassen auf. Die Inhalte und Themen der einzelnen Fächer werden in der Q-Klasse z. T. stärker vertieft und ergänzt. Dies drückt sich unter anderem durch andere Unterrichtsmaterialien und offenere Aufgabenstellungen aus. In den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Physik wird neben den E-Kursen ein darüber hinausgehendes Niveau (ZE-Kurs) eingerichtet, das quantitativ und qualitativ der besonderen Leistungsorientierung der Schülerinnen und Schüler Sorge trägt. Für die Schülerinnen und Schüler der Q- Klassen ist die Teilnahme am Wahlpflichtunterricht einer zweiten Fremdsprache (Französisch oder Niederländisch) bis einschließlich Klasse 8 Pflicht. Die Schülerinnen und Schüler der Profilklasse Q werden verstärkt in Kooperationsprojekte mit den Papenburger Gymnasien eingebunden. Die Teilnahme an Wettbewerben und projektorientiertes Arbeiten sollen in den Q-Klassen besondere Berücksichtigung finden.

Kommt mein Kind für die Q-Klasse in Frage? Wie erfolgt die Aufnahme?
Für die Q-Klasse kommt Ihr Kind dann in Frage, wenn es gute (bis befriedigende) Leistungen in allen Fächern, ein gutes Arbeitsverhalten und eine recht hohe Lernmotivation aufweist. 
Die Aufnahme in die Q-Klasse erfolgt im Regelfall bei der Einschulung in zwei Schritten. Zunächst müssen die Eltern und der/ die Schüler/in den Wunsch äußern. Die Entscheidung erfolgt dann durch die Schulleitung nach pädagogischen Gesichtspunkten auf der Grundlage der beiden letzten Zeugnisse.

Was sind Jahrgangsklassen?
In Jahrgangsklassen werden alle Schüler*innen - unabhängig von den Fähigkeiten, die sie mitbringen - gemeinsam unterrichtet. Sie sollen in der Jahrgangsklasse einen Raum finden, in dem sie ihren individuellen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Entwicklung entsprechend aufgefangen, gefördert und gefordert werden können. Die Schüler lernen miteinander und voneinander. Damit verlängern wir quasi die Grundschulzeit und geben den Schülern Zeit, sich in ein großes Schulsystem einzugewöhnen. 

Alle Schüler*innen der 5. Klassen nehmen einmal in der Woche an einem verpflichtenden Ganztag mit einem gemeinsamen Mittagessen teil. Der Unterricht findet an diesem Tag in der Zeit von 8:10 Uhr bis 15:30 Uhr statt.

Gibt es gemeinsamen Unterricht der Jahrgangs- und Q-Klassen?
Ja. Jahrgangsklassen und Qualifikationsklasse werden miteinander vernetzt. Projekttage und Angebote der offenen Ganztagsschule und Ausflüge/ Schulveranstaltungen finden gemeinsam statt. In jahrgang 5 werden alle in Pflicht-AGs zusammen unterrichtet. Von Klasse 6 bis Klasse 8 treffen sich die Schüler*innen außerdem in den Kursen der 2. Fremdsprache. Ab Klasse 9 werden alle gemeinsam in den Profilfächern unterrichtet.

Können Schüler*innen zwischen Q- und Jahrgangsklassen wechseln?
Ja. In Absprache mit den Eltern ist auch eine spätere Aufnahme oder das Verlassen der Profilklasse Q im Ausnahmefall möglich. Eine Durchlässigkeit in beide Richtungen ist selbstverständlich gegeben. Ab Klasse 6 werden die Jahrgangsteams gemeinsam prüfen, ob ein Wechsel sinnvoll ist.

Sind die Abschlüsse unterschiedlich?
Nein. Sowohl in den Jahrgangsklassen als auch in der Q-Klasse kann Ihr Kind alle Abschlüsse erreichen:
  • Erweiterter Sekundarabschluss I (nach Klasse 10)
  • Sekundarabschluss I- Realschulabschluss (nach Klasse 10)
  • Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss (nach Klasse 10)
  • Hauptschulabschluss nach Klasse 9
  • Förderschulabschluss nach Klasse 9

2. Was ist fachleistungsdifferenzierter Unterricht?

Fachleistungsdifferenzierter Unterricht ist Unterricht nach verschiedenen Anforderungsniveaus: grundlegende Anforderungen (G-Kurs), erhöhte Anforderungen (E-Kurs), zusätzlich erhöhte Anforderungen (ZE-Kurs). Die Schüler*innen werden entsprechend ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit durch die Fachlehrkraft und die Klassenkonferenz einem Niveau zugeordnet und dann dementsprechend unterrichtet und bewertet.
In den mittleren Klassenstufen beginnen wir in den Fächern Deutsch (8), Mathematik (7) und Englisch (7) mit der Fachleistungsdifferezierung im Klassenverband (FaLDiK, Testphase). Ab Klasse 9 kommt Physik hinzu und die Fachleistungsdifferenzierung wird hauptsächlich in Kursen (äußere Differenzierung) umgesetzt.

3. Was ist Differenzierung nach Neigung?

Mit Unterricht, der nach Neigung differenziert sind Wahlpflichtkurse (WPK), Arbeitsgemeinschaften (AG) und berufsorientierter Profil- und Schwerpunktunterricht gemeint. 
AGs gibt es in Jahrgang 5 im Pflichtunterricht und für alle Schüler*innen in der offenenen Ganztagsschule. Für letztere melden die Eltern ihre Kinder zu Beginn des Schul(halb)jahres auf freiwilliger Basis an. Die Teilnahme ist dann für diesen Zeitraum verpflichtend. Hierfür gibt es keine Noten.
Ab Klasse 6 haben alle Schüler*innen 4 Stunden in der Woche Wahlpflichtunterricht. Dazu wählen sie jährlich 2 WPKs oder belegen alternativ eine zweite Fremdsprache (Französisch oder Niederländisch). Die hier gegebenen Zeugnisnoten sind versetzungsrelevant.
In den Jahrgängen 9 und 10 belegen alle eines der berufsorientierenden Profile "Technik", "Gesundheit und Soziales", "Wirtschaft", "Sprachen" oder "Kunst und Kultur". Der Profilunterricht umfasst 2 Stunden wöchentlich. Alternativ können diejenigen, die einen Haupt- oder Förderschulabschluss anstreben auch den berufspraktischen Schwerpunkt wählen, in dem dann mehr Praxisanteile enthalten sind.

4. Was ist individuelle Förderplanung?

Für alle Schüler*innen wird die individuelle Lernentwicklung dokumentiert. Dies geschieht v. a. in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie für das Arbeits- und Sozialverhalten. Auf der Basis dieser Aufzeichnungen finden halbjährlich pädagogische Konferenzen statt, in denen die Leistungsstände und -entwicklungen einzelner Schüler*innen erörtert werden. Wird in einem bestimmten Bereich ein Förderbedarf festgestellt, so wird zugleich ein hierauf abgestimmter Förderplan beschlossen. Dieser enthält dann Maßnahmen, die im Pflichtunterricht, in einem Förderunterricht oder zu Hause umgesetzt werden. Nach einer festgelegten Zeit wird überprüft, ob die Maßnahmen gegriffen haben und evtl. nachgesteuert.

5. Wie funktioniert die Sprachförderung?

Einige Schüler*innen kommen in die Michaelschule und beherrschen die deutsche Sprache nicht gut genug, um problemlos am Regelunterricht teilzunehmen. Diese Kinder nicht-deutscher Herkunftsprache werden durch ein Sprachförderkonzept auf drei Ebenen aufgefangen.
In der Sprachlernklasse versammeln wir die Neuzugänge, die ohne bzw. mit sehr geringen Deutschkenntnissen kommen. 5 Stunden täglich an 5 Tagen in der Woche werden alle, unabhängig von Alter oder Herkunft mit dem Schwerpunkt DaZ (Deutsch als Zweitsprache) unterrichtet. Neben dem Fach Deutsch gibt es hier jedoch auch Sport, Geschichte, Englisch, Technik, Mathematik und mehr.
Wenn die Deutschkenntnisse ein gewisses Niveau erreicht haben, gehen die Schüler*innen in eine Regelklasse, nehmen aber noch in einigen Stunden an einem Förderkurs Deutsch teil. Zunächst am B-Kurs (9-13 Std./ Wo.) und dann am A-Kurs (6-9 Std./ Wo.), bevor sie dann vollständig am Regelunterricht teilnehmen.

6. Wie wird die Inklusion umgesetzt?

Das Konzept zur Umsetzung der Inklusion wird stetig weiterentwickelt. Eine besondere Rolle nehmen dabei die 4 ausschließlich an der Michaelschule eingesetzten - also zum Kollegium gehörenden - Förderschullehrkräfte ein. Sie beraten alle Lehrkräfte und die Eltern, fördern Kinder direkt und individuell, koordinieren Förderplanungen und Überprüfungsverfahren, diagnostizieren, schaffen entsprechendes Fördermaterial an, ... Ein eigens dafür eingerichtetes "Lernbüro" hilft bei der Administration und Einzel- oder Kleingruppenförderung.
Die Umsetzung der Inklusion wird jedoch als Gemeinschaftsaufgabe verstanden. Alle Lehrkräfte (und Schüler*innen) tragen dazu bei.

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