Schulform Oberschule

Kleine Schulchronik


Die folgenden Inhalte stammen aus dem von Ludger Stukenborg herausgegebenen Schulprogramm aus dem Jahr 2002. Unter dem Titel: ... fürs Leben Lernen wurde es von der Schulgemeinschaft der Michaelschule anlässlich des 25-jährigen Jubiläums als Freie katholische Schule zusammengestellt.


Schulform Oberschule

Kleine Schulchronik


Die folgenden Inhalte stammen aus dem von Ludger Stukenborg herausgegebenen Schulprogramm aus dem Jahr 2002. Unter dem Titel: ... fürs Leben Lernen wurde es von der Schulgemeinschaft der Michaelschule anlässlich des 25-jährigen Jubiläums als Freie katholische Schule zusammengestellt.


1785 - 1932: Von den Anfängen bis zur Machtergreifung


1785 – Knabenschule bei der Michaelskirche
1785 – Knabenschule bei der
Michaelskirche an der Umländerwiek
1872 - Mädchenschule im Duismannschen Haus
1872 - Mädchenschule im
Duismannschen Haus
1912 - Die neue Knabenschule bei der Mädchenschule
1912 - Die neue Knabenschule
bei der Mädchenschule
Die Michaelschule geht auf das Jahr 1785 zurück. Auf dieses Jahr weisen erste Eintragungen in den Kirchbüchern der Pfarrgemeinde St. Antonius und der damaligen Filialkirche St. Michael, der heutigen gleichnamigen Pfarrgemeinde in Papenburg, Obenende, hin. Der erste Lehrer dieser Schule, die eine reine Knabenschule war, hieß Johannes Friderichs Ellfering. Er war im Hauptberuf Schuhmacher. Der Schulunterricht fand nur im Winter statt ...

Aus der Schulchronik 1915
„Unter Mithilfe der Kinder wurden von den Lehrerinnen Bohnen eingemacht, zum großen Teil kamen diese auch noch aus dem Garten der Lehrerinnen, zum Teil wurden sie geschenkt. Die Töpfe zum Einmachen besorgte der Elisabethverein. Es wurden Kartoffeln, Rüben und Möhren geschenkt und gekauft. Der Schützenverein spendete dafür einen Geldbetrag. Davon konnten zudem noch ein halbes Schwein und Fett gekauft werden. Ein Kaufmann vom Untenende schenkte Graupen, Bohnen, Pflaumen und Fett.“

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1933 - 1945: Schule unter dem Nationalsozialismus


Wie aber war es in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 – 1945 in der Schule. Im Mittelpunkt des Unterrichts stand zweifelsohne die Verbreitung des nationalsozialistischen Gedankenguts. Wie begierig dieses nach dem Scheitern der ungeliebten Weimarer Republik teilweise aufgegriffen wurde, zeigt der „Tag von Potsdam“. Die Eröffnung des Reichstages am 23. März 1933 wurde zum Nationalfeiertag erklärt. Die Feier wurde im Radio übertragen. In der Schulchronik heißt es dazu:

Aus der Schulchronik 1933
„Das Jahr 1933 – Der nationale Feiertag am Dienstag, den 21. März. Aus Anlass der Reichstagseröffnung hatten die staatlichen, kommunalen Gebäude festlich geflaggt. In den Schulen fanden kurze Feiern statt. Unsere Klassenzimmer zeigten durch das Ausschmücken mit Tannengrün, scharz-weiß-roten- und Hakenkreuzfähnchen und durch die Aufstellung der Bilder des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers einen großen Tag an, den Tag von Potsdam! Nach der Einführungsansprache des Rektors hörten Lehrer und Schüler die durch Radio übertragene Rede des Reichskanzlers Adolf Hitler und die Ansprache des Reichspräsidenten von Hindenburg. In die zum Schluss gesungenen Lieder „Deutschland, Deutschland, über alles“ und das „Horst-Wessel-Lied“ stimmten alle begeistert ein. Nach den Schlussworten des Rektors gingen Lehrer und Schüler tiefergriffen nach Hause, bedeutete doch der Tag von Potsdam nicht allein den Sieg einer Partei, sondern den Sieg der Nation. Das ganze Deutschland muss es sein!“

Aus der Schulchronik 1944
„Das Jahr 1944 – „ Nicht nur durch häufigen Fliegeralarm und Tieffliegerangriffe wurde der Schulbetrieb erheblich gestört. – Überhaupt steigerte sich wegen der Fliegerangriffe der Unterrichtsausfall gegen Ende des Krieges immer mehr, so dass man das ganze Jahr 1944 keinen halbwegs geordneten Unterricht geben konnte. – Der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften war ebenfalls groß. Nur noch drei Lehrkräfte waren an unserer 8-klassigen Schule für ungefähr 400 Kinder tätig. Die beiden Lehrerinnen Frl. Wulkow und Frl. Revermann sowie Rektor Robert Meyer. Letzterer zugleich Ortsgruppenleiter der NSDAP, war durch andere Aufgaben öfter verhindert, seinen Unterrichtsverpflichtungen nachzukommen. Man gab uns eine Schülerin der Oberschule als Schulhelferin zur Aushilfe, Frl. Katharina Hillebrand, Wiek, Untenende. Daß unter diesen Umständen die Leistungen der Kinder zurückblieben, war selbstverständlich ..."


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Wiederaufbau nach dem Krieg

"Notschule" im Jugendheim an der Umländerwiek1945 kam der Unterricht völlig zum Erliegen. Die Schule wurde belegt mit Soldaten (Kanadiern u. Polen). Nach geraumer Zeit wurde der Unterricht wieder aufgenommen. Als Schule diente uns das alte Jugendheim an der Umländerwiek (jetzt Don-Bosco-Heim, siehe Bild links). Das Jugendheim war in drei Klassenräume aufgeteilt. Es herrschte große Not. Es mangelte an Kleidung, Nahrungsmitteln, Schulbüchern und Heizmaterial. Fast jedes Kind trug Holzschuhe sowie selbst gestrickte Bekleidung, Strümpfe, Handschuhe, Mütze, Strickjacke. Wegen der schlechten Versorgung mit Nahrungsmitteln, wurde an der Schule Essen ausgegeben. Es gab Erbsen-, Milch- oder Kakaosuppe. Es wurde in der alten Diele im Pfarrhaus hergerichtet. Köchinnen waren Frau Lüken und Frau Brand ..."



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Seit 1977: Michaelschule als Freie katholische Schule


1976 - Vertragsunterzeichnung Umbau 1981/82
Bericht aus der EZ vom 02.10.1976:
Eine Entscheidung ist in Sachen Michaelschule gefallen. Mit Wirkung vom 01.08.1977 geht diese Schule in die Trägerschaft des Bistums Osnabrück. Der Vertrag, der in monatelangen Verhandlungen erstellt wude, fand die einstimmige Billigung. Der Bischof ist bereit, an dieser Schule auch ein Realschulangebot zu schaffen.
Die Einführung der Orientierungsstufe, der Klasse 10 der Hauptschule und der schrittweise Aufbau der Realschule erforderten viele bauliche Veränderungen. Neue Unterrichtsräume, Fachräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, Hörsaal, Werkräume und ein neuer Verwaltungstrakt wurden notwendig. Bis heute investiert der Schulträger viel Geld in unsere Schule.
„Bei der Michaelschule handelt es sich nach Umwandlung um eine Angebotsschule. Das Bistum wird jedoch vorrangig die Schüler aus dem gegenwärtigen Einzugsbereich der Michaelschule in die umgewandelte Ersatzschule aufnehmen, sofern es die Eltern wünschen ...
Die Michaelschule können auch Schüler außerhalb ihres traditionellen Einzugsbereiches besuchen. Die Michaelschule ist damit nicht nur Schule für das Obenende, sondern ist darüber hinaus Schule für alle Schüler kath. Bekenntnisses der gesamten Stadt Papenburg und ihres Umlandes, sofern diese die Michaelschule besuchen wollen. Umgekehrt aber können die Schüler aus dem Einzugsbereich der Michaelschule innerhalb in der Stadt Papenburg auch eine andere Schule als die Michaelschule besuchen."

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